Eine der vielen Raritäten am GP Mutschellen: Ein "Morgan Threewhee- ler Super Sport", Jg. 1933 mit 1325 ccm und 48 PS. Gelenkt wird das Schmuckstück von Hugo Fehr aus Hägglingen
Am GP Mutschellen vor zwei Jahren goss es den ganzen Tag wie aus Kübeln. An der 5ten Austragung des Motorspprt Grossanlasses vom vergangenen Sonntag (29.04.12) hatte Petrus ein Einsehen und liess seine Schleuse geschlossen. Das gute Wetter, das Spektakel und den Duft und das dröhnen der Motoren lockten denn auch über 10'000 Motorsportbegeisterte an die Rennstrecke nach Rudolf-stetten. Über 300 verschiedene Renn- und Sportfahrzeuge waren am Sonntag, 29. April 2012 zu Gast am GP Mutschellen. Dem fachkundigen Publikum und den Fans der schönen Autos und der Motoren wurde ein sensationeller Überblick über beinahe 100 Jahre Rennsportgeschichte geboten.
4 mal den Berg hinauf donnern....
Viermal befuhren die Teilnehmer in 7 Rennfeldern die 1,6 km lange, interessante, kurvige Bergstrecke. Eröffnet wurde das Feld von Vorkriegssolomaschinen der Marken Motosacoche, Norton oder Indian. Dreirädrige Morgans und aussergewöhnliche Renngespanne folgen. Die Piloten und ihre «Plampis» gaben alles. Das grosse Feld der geschlossenen Renntourenwagen reichte vom kleinen Fiat Abarth bis zu den monströsen Ford Galaxy aus den 60er-Jahren. Das beachtenswerte Feld der Vorkriegsrennwagen begann mit dem American La Francevon 1917 mit 14-Liter-Motor und umfasste Sportfahrzeuge längst vergessener Marken wie Amilcar, Vauxhall, Riley, MG, Alvis, Lagonda und natürlich Bugatti, die alle Renngeschichte geschrieben haben.
Auffallend bei den alten Rennmotorrädern waren Marken wie Puch, Aermacchi, AJS,BSA und natürlich die einmalig tönenden Norton mit ihrem ganz speziellen Sound. Das Feld der Formel-Wagen präsentiert «kleine» Formel V, Super V und Formel Ford, mehrere Formel-2-Fahrzeuge und endet bei Dreiliter- Maschinen von Lola und Ferrari – veritablen Formel-1-Fahrzeugen –, welche schliesslich im Feld der Attraktionen mitgefahren sind.
Viele berühmte Fahrer am Start
Weltmeister, Olympiasieger, Europameister und mehrere Schweizer Meister waren am Start. Unter vielen anderen, weniger berüphmten fanden siuch Namen wie Luigi Taveri, Gregor Stähli, Fredy Amweg, Peter Studer, Ruedi Caprez, HerbertHuwyler und andere gefeierte Siegfahrer. Oder man genoss die Fahrt des Formel-1-Ferrari 312T 1975, des Dienstfahrzeugs des unvergessenen ClayRegazzoni.
Impressionen vom Rennen
Urs Zihlmann fährt mit seiner "NSU Bullus" 1930 (500ccm, 30 PS) in Richtun Friedlisberg
Eine seltene "BMW Baginsky" 1947, (750ccm, 35 PS). Das Ge- spann wird von Martin Jakob pilotiert.
Der "Plampi" (Beifahrer) von Walter Blaser gibt wortwörtlich fast alles, damit die "Velox BSA WM 20" 1952 (500ccm, 25 PS), auf der Strecke bleibt.
Ganz in Chrom präsentiert sich der "Ford Speedster" 1931, (3300ccm, 48 PS). Am Steuer sitzt Beda Hämmerli.
Der "Buick 8 Indycar" 1930 wird von Bruno Syfrig gesteuert. Das Gefährt wird von einem 3800ccm Motor mit 140 PS angetrieben.
Eine von vielen Raritäten am diesjährigen GP Mutschellen: Der "BMW 328 spezial" 1937 (1990ccm, 150 PS), gesteuert von Stephan Kühnis
Die Gespanne auf dem Rückweg an den Start
Den hörte man von Weitem: Ein "Ford GT 40" 1969 (5700ccm, 400 PS). Der Bolide wurde von Patrick Wäspe sicher auf den Friedlisberg gesteuert
Gut durchgelüftet ist halb gewonnen!
Die 2-Rad Armada auf dem Rückeg
Logisch, dass die "Egli-Honda EVH 450" 1972 (444ccm, 45 PS) von Beat Wicki, der "Yamaha TD 2 Racer" 1969 250ccm, 50 PS) von Heinz W. Schmid ein bisschen über- legen ist.
Der "Hirzel P17 Formel 3" 1965 (1300ccm) wurde komplett in Widen gebaut und aud das den diesjährigen GP Mutschellen wieder in Schuss gebracht. Am Steuer sitzt Ruedi Rohr
Peter Studer prescht mit seinem "Lotus 59 Formel 2" 1969 (1600ccm, 265 PS) in Richtung Friedlisberg
Ein wunderschöner "Maserati 250 F", 1956 (2493ccm, 280 PS) donnert mir Pilot Georg Kaufmann den Berg hinauf.
Ein kleiner Kraftprotz: Der "Fiat Abarth V8" 1971 (3000 ccm, 365 PS) wird von Robert Fehlmann "geritten".
Der "Suzuki Wasp Cross Sietenwagen" 1978 (1130 ccm, 130 PS) wird vonHerbert Huwyler schon fast akrobatisch den Berg hinauf gesteuert.
Der Star: Clay Regazzonis F1 Bolide aus dem Jahr 1975, der Ferrari 312T mit 3000ccm und 480 PS, pilotiert von Leopold Hrobsky
Ruedi Caprez und der "Lola T88" 1988 (3000 ccm, 480 PS) ebenfalls mit viel Power unterwegs
Bergab machte der "Ford A Tudor" 1929 (3300ccm, 39,5 PS) von René Hügli noch mit.....
......aber unten angekommen, wollte der Gute nicht mehr!
Schon fast zu Stilecht: Das "Dnepr MT 18" Gespann (650 ccm, 36 PS) von Reto Bürgisser
2 "Messerschmidt 2002" 1965 (200cccm 10PS) im Formations- flug. Vorne René Isler gefolgt von Clemens Hegglin
Eugen Hafner mit seinem 1964er Feuerwehr "Chevrolet K2503" mit 3865 ccm
Mehr oder weniger Interessiert folgt das Publikum dem öku- menischen gottesdienst im Fahrerlager.
Noch einmal aus der Nähe der "Ferrari 312T"
Das Cokpit in dem Clay Reagzzoni sass: Rennauto pur, keine 50 Knöpfe am Steuerrad und weiterer Schnick-Schnak wie heute; diese Boliden mussten noch gefahren werden!
Urban Fässlers prächtiger "Cooper FL", 1965, mit einem 1500ccm Motor der 190 PS leistet.
Das waren noch Motorräder: Die "Norton Domiracer" 1965 (750ccm, 70PS) von Pilot Peter Aeschlimann
Mensch und Maschine: Eine "Ducati Kneeler" 1975 (864ccm, 80 PS). Auf dem Motor liegend wird das Gefährt von Giudo Reichmuth gesteuert
Zum Schluss ein Bon-Bon: Eine "Indian Sport Scout" aus dem Jahr 1938. Der 750ccm Motor leistete 28 PS. Pilot: René Trottmann