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                               Der Kurzschluss hinterliess am 1.Klassewagen deutliche
                               Spuren


Heute Dienstag kurz vor 8 Uhr erreichte ein S-Bahn-Zug seinen Endbahnhof Zürich-Altstetten. Alle Fahrgäste stiegen aus und der leere Zug wurde in Richtung Wettingen AG weitergezogen. «Dort sollte er auf seinen nächsten Einsatz warten», wie SBB-Sprecher Reto Kormann gegenüber der sda sagte.

(sda) Ein Passagier verschlief jedoch offenbar die Endhaltestelle. Statt auszusteigen, schlummerte er im leeren Zug weiter. Als er erwachte, rieb er sich die Augen: Schlieren! Der Fahrgast sprang auf, packte die Notbremse und zog.

Halt löst Kurzschluss aus

Das Pech wollte es, dass der Zug ausgerechnet auf einem so genannten Streckentrenner zum Stillstand kam. «Dort gibt es unterschiedliche Stromspannungen», wie Kormann erklärte. Dies löste einen Kurzschluss aus.

Dieser hat vermutlich bewirkt, dass eine derart grosse Hitze entstand, dass die Fahrleitung durchtrennt wurde. Darauf stürzte die Leitung zu Boden. Das Ende der Leitung berührte dabei einen Wagen, was zu einem derart grossen Stromfluss führte, dass der Zug beschädigt wurde. Daraufhin schaltete das Sicherheitssystem den Strom sofort ab.

Passagier durchgebrannt

Der Lokführer bemerkte, dass sich eine Türe öffnete und ein Passagier ausstieg, sagt Kormann. Der müde Fahrgast sprang aus dem Wagen und floh über drei Gleise und wurde nicht mehr gesehen. 

Ob gegen den Passagier Anzeige eingereicht wird und wie teuer der Schaden ist, kann Kormann derzeit nicht sagen. Priorität habe nun, dass die Gleise vor der Rush-Hour am Abend wieder befahrbar sind. Auf der Strecke ist voraussichtlich bis 16 Uhr nur eines von vier Gleisen befahrbar.

                                  Der Bahnwagen erlitt heftige Verbrennungen
                                            Herunterhängende Fahrleitung
                                           Die SBB- Monteure arbeiten fieberhaft
                               Rund 200 Meter Fahrleitung liegen am Boden
                                          Die durchgeschmorte Oberleitung





                            Im Inneren des Betriebes entstand grosser Schaden

Kurz nach 23.00 Uhr brach am Samstagabend (14.01.2012) an der Südstrasse 1 in Schlieren ausserhalb einer Gewerbeliegenschaft, bei einem Stapel Holzpaletten, ein Feuer aus. Innert kurzer Zeit griff dieses auf das Gebäude über. Die umgehend alarmierte Feuerwehr Schlieren und die Stützpunktfeuerwehr Dietikon konnten den Brand zwar rasch unter Kontrolle bringen und löschen, dennoch entstanden am Gebäude Russ- und Hitzeschäden von mehreren hunderttausend Franken. Verletzt wurde niemand.

Abklärungen durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich ergaben, dass Brandstiftung als Ursache im Vordergrund steht.

Nebst der Feuerwehr Schlieren, der Stützpunktfeuerwehr Dietikon standen die Kantonspolizei Zürich sowie die Regionalpolizei Dietikon/Schlieren im Einsatz.

             Die Paletten brennen lichterloh und das Feuer frisst sich ins Gebäude
                                                        Foto: M. Weller, Stadtpolizei Schlieren
                         Die Schäden an der Fassade und im Innern sind gross



Personen, die im Zusammenhang mit dem Brand verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Telefon 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.


Kantonspolizei Zürich
Mediendienst
Esther Surber                           


                                                            by DodoPhot 2012